
In einem Kontext von legislativen und regulatorischen Veränderungen erfährt der ergänzende Sozialschutz (PSC) eine bedeutende Reform, die sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer betrifft. Diese Reform zielt insbesondere darauf ab, die bestehenden Systeme zu sichern und deren Zugänglichkeit für die Arbeitnehmer zu fördern. Um die Herausforderungen dieser Reform besser zu verstehen, ist es wichtig, die wesentlichen Bestimmungen und die Maßnahmen zu untersuchen, die Arbeitgeber umsetzen müssen.
Erinnerung an den ergänzenden Sozialschutz
Bevor wir die Reform ansprechen, ist es sinnvoll, kurz zu erläutern, was der ergänzende Sozialschutz ist. Er bezeichnet das gesamte Spektrum an Leistungen und Garantien, die von Vorsorge- und Versicherungsorganisationen angeboten werden, um die Risiken im Zusammenhang mit Gesundheit, Vorsorge und Rente der französischen Arbeitnehmer abzudecken. Der PSC ergänzt somit das obligatorische Sozialversicherungssystem.
Weiterlesen : Regelungen zur öffentlichen Veranstaltung im Freien: Was Sie wissen sollten
Dieses System ermöglicht insbesondere:
- die Verbesserung des Erstattungsniveaus der Gesundheitskosten,
- die Gewährleistung eines Einkommensersatzes im Falle einer vorübergehenden oder dauerhaften Arbeitsunfähigkeit,
- die Bildung einer Altersvorsorge, um während der Rente von einem besseren Lebensstandard zu profitieren.
Die Hauptpunkte der PSC-Reform
Die Reform des ergänzenden Sozialschutzes, die durch das Dekret Nr. 2021-148 vom 12. Februar 2021 eingeführt wurde, trat am 1. Januar 2022 in Kraft. Sie betrifft hauptsächlich die Arbeitgeber des privaten Sektors und deren Arbeitnehmer. Die Ziele dieser Reform sind vielfältig:
Auch interessant : Änderung der Geschäftsführung: die rechtlichen Verpflichtungen, die Sie kennen sollten
- eine bessere Zugänglichkeit zu den Gesundheitssystemen zu gewährleisten,
- die Rolle der Sozialpartner bei der Umsetzung und Überwachung der Garantien zu stärken,
- die Gleichheit zwischen den Organisationen, die Verträge anbieten, zu fördern,
- die Bedingungen für steuerliche und soziale Abzüge zu vereinfachen und zu sichern.

Zugänglichkeit zu den Rechten auf vielfältige Gesundheitsdeckung
Die Reform sieht vor, den Zugang zu den Gesundheitsdeckungsgarantien zu erweitern, indem bestimmte einschränkende Bedingungen für den Bezug des PSC aufgehoben werden. So können nun alle Selbständigen, einschließlich derjenigen, die nicht unter ein obligatorisches Krankenversicherungssystem fallen, von kollektiven Garantien der Einkommensabsicherung (PPG) profitieren, sofern sie bestimmte Bedingungen erfüllen.
Erhöhte Rolle der Sozialpartner
Um ihren Einfluss auf die Systeme zu stärken, ist vorgesehen, dass die Sozialpartner auf Branchen- oder Unternehmensebene über den PSC verhandeln und kollektive Vereinbarungen für die Arbeitnehmer abschließen können. Diese Vereinbarungen werden die Besonderheiten jedes Sektors berücksichtigen, insbesondere in Bezug auf Risikoprofile und berufliche Situationen.
Die Verpflichtungen für die Arbeitgeber
Im Rahmen dieser Reform müssen die Arbeitgeber mehrere Punkte berücksichtigen:
- die Anpassung der Verträge,
- die Verwaltung von Teilzeitarbeit,
- die Einführung eines finanziellen Beteiligungssystems durch die Arbeitnehmer.
Anpassung der Verträge
Die Arbeitgeber sind verantwortlich dafür, sicherzustellen, dass die ihren Arbeitnehmern angebotenen Verträge den oben genannten neuen regulatorischen Anforderungen entsprechen. Sie müssen somit sicherstellen, dass die angebotenen Garantien für alle Selbständigen zugänglich sind, ohne jegliche Diskriminierung, und dass sie die in den kollektiven Vereinbarungen zum PSC vorgesehenen Bestimmungen einhalten.
Verwaltung von Teilzeitarbeit
Um eine Gleichbehandlung aller Arbeitnehmer, unabhängig von ihrer Arbeitszeit, zu gewährleisten, verpflichtet die Reform die Arbeitgeber, den Zugang zu den Gesundheits- und Vorsorgesystemen auch für diejenigen zu erleichtern, die in Teilzeit arbeiten. Die Verträge müssen daher angepasste Bedingungen für diese Arbeitnehmer vorsehen, ohne deren Niveau des sozialen Schutzes zu benachteiligen.
Finanzielle Beteiligung der Arbeitnehmer
Schließlich müssen die Arbeitgeber die Einführung eines Systems der finanziellen Beteiligung der Arbeitnehmer an ihrem ergänzenden Sozialschutz in Betracht ziehen. Dieses kann auf einer festen oder variablen Verteilung basieren, je nach dem Niveau der abgeschlossenen Garantien und dem Einkommen des Arbeitnehmers.
Die Reform des ergänzenden Sozialschutzes stellt eine echte Herausforderung für die Arbeitgeber dar, die sich schnell an die neuen gesetzlichen Bestimmungen anpassen müssen, um eine bessere Zugänglichkeit und Gleichheit in Bezug auf Gesundheits- und Vorsorgeabdeckung für ihre Arbeitnehmer zu gewährleisten.